Modernisierung und Renovierung von Bestandsgebäuden

Der Energieausweis: Das Qualitätssiegel Ihres Wohnhauses in Sachen Energieverbrauch

 

Der Energieausweis gibt Auskunft über die Heiz- und Warmwasserkosten einer Immobilie und bewertet damit eine Immobilie anhand einer festgelegten Energieverbrauchs-Skala. Dies soll sich bewußt auf den Marktwert des Gebäudes auswirken. Die Benotung erfolgt anhand von Effizienklassen (A+ bis H) und anhand einer Farbskala (grün bis rot). Je grüner der Wert ist, umso besser.

 

Energieausweis

 

Durch eine umfangreiche Sanierung von Altbauten können bis zu 2/3 der Energiekosten eingespart werden.

Stefanie Grether, vom VZBV rechnet für die Erneuerung der Heizung mit rund 7.000,– €. Alleine hierdurch könnten rund 30% der Energiekosten eingespart werden. Dies führe zu einer jährlichen Einsparung von rund 800,– €, wodurch sich die Investition weit schneller als in 10 Jahren rechne.

Die Dena (Deutsche Energieagentur) hat beispielhaft 5 Sanierungsmaßnahmen durchgerechnet. Die Amortisationzeiten liegen hier zwischen 4 Jahren und 17 Jahren je nach Sanierungspaket. Es wurden fünf unterschiedliche Sanierungsmaßnahmen betrachtet, angefangenen bei kleineren Maßnahmen wie z.B. der Dämmung der Kellerdecke über den Austausch der Heizungsanlage bis zur Komplettsanierung zum modernen Effizienzhaus.

 

Energieeffizient Bauen & Sanieren

 

Die Einsparung von Heizenergie und die Reduzierung von Kohlendioxid (CO2) im Altbau sind die Herausforderungen unserer Zeit: Heute die Energie für morgen sichern heißt das Credo des Gebäudesanierungsprogramms der deutschen Bundesregierung: Energieeffizient sanieren heißt die Devise!

Unsere Empfehlung für die energetische Sanierung eines Bestandsgebäudes lautet: Zunächst muss eine energetische Bestandsanalyse die größten Einsparpotentiale aufzeigen. Es kann sein, dass die Dämmung der Außenwände wichtiger ist, als die Erneuerung der Heizungsanlage oder dass die Dämmung der Kellerdecke wichtiger ist als die zusätzliche Wärmedämmung des Dachstuhls. Ein Austausch der Fenster bringt viel, aber nur wenn diese luftdicht eingebaut werden. Eine zentrale Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung ist in Altbauten schwer nachzurüsten, wobei dies eventuell im Zusammenhang mit anderen Umbaumaßnahmen im Haus bewerkstelligt werden kann. Thermosolarzellen auf dem Dach sind für die Brauchwassererwärmung und zur Heizungsunterstützung unter Umständen in Kombination mit einem wassergeführten Kaminofen empfehlenswert.

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Tipp: Wenn Sie sich einen kostenlosen Überblick über sinnvolle energetische Sanierungsmaßnahmen verschaffen möchten, reservieren Sie einfach einen Termin beim Energiekompetenzzentrum des Ostalbkreises (EKO) in Böbingen. Darüber hinaus bieten die Verbraucherzentralen einen Vorort Gebäude-Check für einen geringen Unkostenbeitrag an.

BAFA-Energiesparberatung

 

Die Stiftung Warentest hat im Test 5/2012 verschiedene Angebote der Energieberatung verglichen und empfiehlt: “Stehen größere Arbeiten wie eine Dachdämmung, eine Fassadensanierung, der Austausch des Heizkessels oder der Umstieg auf einen anderen Brennstoff an, empfiehlt sich fast immer eine von der BAFA geförderte “Vor-Ort-Beratung”.

Lassen Sie eine Vor-Ort-Energieberatung nach den BAFA-Kriterien durch einen registrierten Energieberater, einen sogenannten Energieeffizenz-Experten des Bundes (DENA) durchführen!. Nur dann erhalten Sie eine umfassende Beratung mit einem ausführlichen Gutachten, welches Sie später auch für eine eventuelle Förderung durch die KfW verwenden können. Und Sie erhalten zusätzlich einen Gebäudeenergieausweis !

BAFA-Energiesparberatung

Die von uns angebotene BAFA-Energiesparberatung umfasst folgende Leistungen:Bestandsaufnahme, bestehend aus

1. Bestandsaufnahme, bestehend aus

  • Beschreibung des Gebäudes (Baujahr, Nutzung, Wohneinheiten) inklusive Fotoaufnahmen
  • Angaben zum beheizbaren Gebäudevolumen und Gebäudenutzfläche
  • Aufnahme sämtlicher kritischen Bauteile wie Fenster, Haus- und/oder Wohnungseingangstür, Außenwand, Bodenplatte, Kellerdecke, oberste Geschossdecke, Dach, Trennwände mit Angaben zum vorhandenen Dämmniveau.
  • Auflistung der vorhandenen Wärmebrücken (z.B. Heizkörpernischen, Dachbodenluken, Fensterbänke, Glasbausteine, Vordächer, etc.).
  • Auflistung von Ursachen vorhandener unkontrollierter Lüftungswärmeverluste (z.B. undichte Fenster, Türen, Rolladenkästen, Dachbodenluken, etc.)
  • U-Wert-Tabelle für den Ist-Zustand der Gebäudehülle.
  • Beschreibung der vorhandenen Heizungsanlage einschließlich Besonderheiten und Schwachstellen.
  • Beschreibung der vorhandenen Warmwasserbereitung einschließlich Besonderheiten und Schwachstellen.
  • Energiebilanz des Ist-Zustandes
  • Vergleich des errechneten Endenergiebedarfs mit dem tatsächlichen, Energieverbrauch der letzten drei Heizperioden

2. Energetisches Sanierungskonzept, bestehend aus

  • Empfehlung einer Variante für eine Gesamtsanierung in einem Zuge mit Beschreibung der erforderlichen Sanierungsmaßnahmen im Bereich der thermischen Hülle sowie der Anlagentechnik.
  • Vorschläge zur Beseitigung oder Minderung der festgestellten Wärmebrücken und unkontrollierten Lüftungsverluste.
  • Vorschläge zur Beseitigung oder Minderung von Schwachstellen des vorhandenen Heizsystems (Durchführung eines hydraulischen Abgleichs, etc.)
  • Bewertung der Wirtschaftlichkeit einer Gesamtsanierung in einem Zuge unter Einbeziehung von öffentlichen Fördermitteln.
  • Angabe der Energieeinsparung auf Basis des Endenergiebedarfs nach einer Gesamtsanierung in einem Zuge.
  • Angabe der bedarfsbezogenen Energiekosten vor und nach einer Gesamtsanierung in einem Zuge.
  • Empfehlung für eine Gesamtsanierung in aufeinander abgestimmten Schritten (Maßnahmenfahrplan).
  • Bewertung der Wirtschaftlichkeit der jeweiligen Schritte für eine Gesamtsanierung unter Einbeziehung öffentlicher Fördermittel.
  • Angabe der Energieeinsparung auf Basis des Endenergiebedarfs nach Umsetzung der jeweiligen Einzelmaßnahmen/Maßnahmenkombination bei einer Gesamtsanierung in Schritten.
  • Angabe der bedarfsbezogenen Energiekosten vor und nach Umsetzung der jeweiligen Schritte für eine Gesamtsanierung sowie der einzusparenden Energiekosten, jeweils in Euro/Jahr.
  • Hinweis auf ein nach der Sanierung der Gebäudehülle notwendiges Lüftungskonzept mit Darlegung der Folgen bei unverändertem Lüftungsverhalten.

3. Zusammenfassung

  • Gesamtsanierung in einem Zuge.
  • Gesamtsanierung in aufeinander abgestimmten Einzelmaßnahmen nach einem Maßnahmenfahrplan.
  • Prognostizierte Einsparung des Endenergiebedarfs
  • Tabellarische Darstellung der Ergebnisse der Wirtschaftlichkeitsbetrachtung
  • Hinweis auf weitere Vorteile, die mit einer Sanierung verbunden sind, wie z.B. Wohnwert- und Komfortsteigerung.
  • Gegenüberstellung des Ist-Zustands und des Zustands nach einer Gesamtsanierung in einem Zuge.
  • Aussage zur Höhe der geminderten CO2-Emissionsrate.

 

Bestandsaufnahme im Altbau

Die Bestandsaufnahme im Altbau umfasst im wesentlichen folgende Leistungen:

  1. Energetische Bestandsanalyse (Wärmedämmung, Luftdichtigkeit, Heizung, Nutzungsverhalten, Energieverbrauch)
  2. Maßliche Bestandsaufnahme (Kontrolle und Überprüfung vorhandener Pläne, Neuerfassung fehlender Maße)
  3. Technische Bestandsaufnahme (Konstruktionen und Bauteile auf Beschaffenheit und mögliche Bauwerksschäden prüfen)

Je nach geplanter Umbau-/Anbau und/oder Sanierungsmaßnahme sollte im Vorfeld entschieden werden, welche Art der Bestandsaufnahme erforderlich ist.
Bezüglich der Durchführung einer energetischen Bestandsanalyse bieten wir folgende Leistungen für Sie an:

  1. BAFA-Energiespar-Vorortberatung (inkl. EnEV-Berechnung und Variantenvergleich, gefördert vom BAFA).
  2. KFW-Onlinebestätigung (für die Durchführung von einzelnen energetischen Sanierungsmaßnahmen nach KFW-Mindestanforderungen).
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Die Kosten zur Erstellung einer KfW-Online Bestätigung führen wir nach Aufwand zu unseren jeweils aktuellen Verrechnungssätzen durch.
Planen Sie die Sanierung zu einem KfW-Effizienzhaus oder möchten Sie eine umfangreiche energetische Betrachtung Ihres Hauses gemäß den BAFA-Richtlinien mit Berechnung nach EnEV, Energieausweis, Modernisierungsempfehlungen und Wirtschaftlichkeitsbetrachtung durchführen lassen, fordern Sie bitte ein Angebot für die Durchführung einer BAFA-Energiespar-Vorortberatung bei uns an.

Wenn Sie auch den Umbau Ihres Bestandsgebäudes planen, ist eine maßliche Bestandsaufnahme unerlässlich. Die Erfahrung hat gezeigt, dass die vorhandenen Pläne immer vor Ort überprüft werden müssen. Falls die geplante Umbaumaßnahme auch die Erstellung eines Bauantrages erfordert, lohnt sich eine Neuvermessung des Gebäudes mit unserem Aufmaßsystem Flexijet.

Einen Ersttermin zur Bestandaufnahme Ihres Gebäudes führen wir zu unseren Verrechnungssätzen gerne für Sie durch. Die Kosten erhalten Sie bei einem später an uns erteilten Planungsauftrag zurückerstattet. In diesem Ersttermin schildern Sie uns Ihre Anforderungen, zeigen uns die Immobilie und die noch vorhandenen technischen Zeichnungen und Dokumentationen (z.B. von der Heizung oder den Fenstern). Außerdem sollten Sie uns Ihr Kostenbudget für die angestrebte Modernisierungsmaßnahme mitteilen. Bereits während des Ersttermins führen wir eine erste Fotodokumentation durch. Sie erhalten dann im Anschluß an den Ersttermin ein Angebot mit den von uns vorgeschlagenen Modernisierungs- und Umbaumaßnahmen sowie die dafür veranschlagten Kosten. Nutzen Sie unser Angebot!

Bei der Bestandsaufnahme im Altbau arbeiten wir nach Checklisten wie z.B. für das Modernisierungskonzept, die Technische Bestandsaufnahme oder den Dachausbau. Weitere umfangereiche Checklisten für den Bestandsbau findet man bei Heinze. Die Lektüre solcher Checklisten kann für den Bauherren im Vorfeld einer Modernisierungsmaßnahme hilfreich sein, um die Anforderungen und Wünsche besser definieren zu können.

Was ist das Besondere an Altbauten? Lohnt sich ein Umbau oder eine Modernisierung?

Es gibt zahlreiche Argumente, die für die Investition in ein Bestandsgebäude bzw. einen Altbau sprechen:

  • Fördergelder vom Staat gibt es zur Zeit bis auf Ausnahmen nur für die Investition in Bestandsgebäude
  • Die Grundstücke der Altbauten sind meist ideal gelegen, zentrumsnah und meist größer als die Bauplätze in heutigen Wohngebieten.
  • Beim Altbau ist vieles bereits vorhanden, was bei der Kalkulation eines Neubaus oft vergessen wird (Außenanlagen, Infrastruktur, etc.).
  • Ökologisch gesehen ist die Altbaurenovierung das Beste, weil keine neuen Flächen und Ressourcen verbraucht werden.
  • Ein Altbau hat Charakter und Vergangenheit. Dieses kulturelle Erbe lohnt sich zu pflegen.
  • Eine gelungene Altbaurenovierung braucht gute Ideen, die sich aber immer bezahlt machen!

Auf den folgenden Bilder zeigen wir unter anderem den Umbau eines alten Bauernhauses. Hier sehen Sie die Handschrift unserer Freien Architektin Dipl.-Ing.(FH) Evelyn Schwörer. Lesen Sie mehr über diesen Umbau in einem Artikel der Fachzeitschrift Althaus modernisieren.