Richtfest in Aalen
Pünktlich 4 Wochen nach Baubeginn haben wir am 06. April 2011 Richtfest gefeiert.Der Zimmermann Werner Stahl besorgte den Richtbaum und hielt einen grandiosen Richtspruch.
Im Anschluss haben die Bauherren Kurt und Maria Breitenbücher zu einem frohen Beisammensein geladen.

Anlässlich des Richtfests verfassten die Bauherren eine Rede in Reimen, die über den bisherigen Bauablauf informiert:

 

Den Richterspruch sprach der Zimmermann. Es ist ein alter Brauch.

Und ich schließ mich der Rede an, versuch zu dichten auch! Beschlossen war der Bau spontan, als Abeles ins Albstift zogen

und boten das Haus zum Verkaufen an, da haben wir erwogen,

dass es im Alter wäre geschickt, in einer Stadt zu wohnen.
Wir haben den Ipf lang angeblickt. Wird es sich wirklich lohnen?

Ja, sagten wir und kauften das Haus und richteten es zum Vermieten her.
Im Oktober 09 zogen die Mieter aus; von nun an stand es leer.

Die Suche nach einem Architekten begann. Das Internet half uns aus der Not.
Effizient planen ließen wir dann, denn Schwörers stiegen zu uns ins Boot.

Leicht hatten sie’s mit uns nicht und mussten die Pläne ändern stets.
Jedoch nach vielen Sitzungen sahen wir Licht und konnten sagen: „So geht’s“.

Wir wollten durchs Bauen verschuldet nicht sein und trotzdem noch gut leben.
Das sah Herr Schwörer immer ein und zückte den Rotstift eben.

„Das wär gut, es so zu machen, aber das lässt nicht zu Ihr kleines Budget.
Sind viel zu teuer die schönen Sachen, jedoch meine Frau hat ’ne gute Idee…“

So sprach Herr Schwörer öfter schon, und seine Frau hat Schwachpunkte behoben.
Sie zeichnet geduldig manch neue Version und ist deshalb zu loben.

Trotz mancher schwierigen Situation gab es immer was zu lachen.
Wir hatten viel Spaß beim Planen schon; ganz auf Ernst wollten wir nicht machen.

Als das „Kind“ geboren war, musste ich aufs Rathaus gehn.
Und Herr Krämer, das ist klar, wollte alle Pläne sehn.

Nachdem er durchgeblättert die Unterlagen, hat er sich aufrecht hingesetzt.
Er meinte: „Ich muss etwas sagen.“ Und ich erschrak: „Was kommt wohl jetzt?“

„So gute Pläne hab ich selten vor mir liegen. An denen ist ja alles dran.
Sie werden den Segen der Gremien schnell kriegen, so dass ich sie bald genehmigen kann.“

Und in der Tat, nach kurzer Zeit ein Schreiben vom Bauamt kam an.
Drin stand: „Es ist so weit. Der Rote Punkt liegt bei. Fangen Sie zu bauen an.“

Herr Schwörer nun schnell zu handeln beginnt und schreibt die Maurer an.
Herr Kissling gleich das Rennen gewinnt, ihm man spontan vertrauen kann.

Was er verspricht, das hält er ein: „In vier Wochen bin ich fertig.“
Und jeder sagt: „Das kann nicht sein.“, jedoch er schafft es lässig.

Zwar gilt auch hier wie bei mancher Sach: „Wo g’hobelt wird, gibt’s Späne.“
Des Nachbarn Kamin, die Rinne am Dach, das ist der Preis für schnelle Kräne.

Der Meister allein das Werk nicht schafft. Er hat auch gute Leute.
Die setzen ein ihre ganze Kraft. Auch sie will ich loben heute.

Ihr Männer vom Bau, ich danke Euch sehr, dass Ihr die Steine habt gestellt
und betoniert und geflext und noch vieles mehr, was auf dem Bau so anfällt.

Auch die liebe Nachbarschaft will ich mit Dank bedenken.
Sie brauchte sehr viel Nervenkraft und musste sich einschränken.

Sie Straße war oftmals blockiert, der Baulärm unerträglich und manches fiel in Nachbars Garten.
Nehmt’s uns nicht übel, bleibt verträglich! Ihr müsst nur noch ’ne Weile warten,

dann könnt Ihr sicher mit uns sagen: „’s hat sich gelohnt. Es ist geschafft.
Wir können mit Euch wagen von nun an gute Nachbarschaft.“

Den größten Dank zum Himmel will ich senden, denn er kann Segen geben ganz allein.
Mit Otfried Preussslers Worten woll’n wir enden und dann zum Essen Euch laden ein.

Der Maurer hat’s gemauert, der Zimmrer überdacht,
doch dass es hält und dauert, das steht in Gottes Macht.

Und schützt das Dach vor Regen, die Mauer vor dem Wind,
so ist doch allerwegen an Gott allein gelegen, ob wir geborgen sind.